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Montag. Eine völlig neue Woche beginnt.

Wenn man sich ein Pferd und einen Menschen anschaut, ist es nicht zu leugnen, dass es da jede Menge Unterschiede gibt. Innen wie außen. Doch es gibt auch einige Gemeinsamkeiten. Nicht nur, dass manche Menschen arbeiten wie ein Pferd. An einem Schüleraufsatz kann ich das beweisen. Für mich ist der Autor unbekannt, den Aufsatz hat mir mein Vater vor ...zig Jahren rezitiert.

„Das Pferd

Das Pferd heißt Pferd, weil man mit dem Pferd fährt. Das Pferd hat vier Beine, an jeder Ecke eins. Die Beine sind so lang, dass das Pferd damit bis auf die Erde reicht. Rund um das Pferd ist Haut. Die Haut heißt Haut, weil man auf die Haut haut...“ usw.

Allein hier sieht man Gemeinsamkeiten. Auch beim Menschen sind die Beine grad so lang, dass er damit bis auf den Boden kommt. Interessant ist dabei, sowohl bei einem jungen Pferd als auch bei einem jungen Menschen, dass mit zunehmender Körpergröße proportional auch die Beine genau so schnell wachsen, damit der Bodenkontakt immer erhalten bleibt.

Dann die Haut. Bei Pferderennen finde ich das gemein. Da haut der oben sitzt mit einer kurzen Peitsche auf das unten rennt. Böser oben, armes unten. In unserem Dorf gab es Willi, einen alten Fuhrunternehmer mit Pferdefuhrwerk. So oft ich konnte, bin ich da mitgefahren. Der hatte auch eine Peitsche. Die war lang und hatte vorn einen dünnen Lederriemen wie eine Schnur. Damit hat er seine Pferde aber nur gestreichelt. Lieber oben, glückliches unten.

Bei manchen Menschen, zumindest bei mir in jüngeren Jahren, gab es auch Hautpartien, meist im unteren Rückenbereich, auf die gehauen wurde. ...weil man auf die Haut haut... Sehr unangenehm... (Heute lache ich drüber.)

Doch bei Dialysepatienten ist das ganz anders. Ich hab noch keine Schwester erlebt, die uns Patienten haut. Bei uns müsste die Haut eher „Sticht“ heißen. Die Sticht heißt Sticht, weil uns die Schwester immer sticht. 

Meine Sticht juckt. Dagegen gibt es doch Stichtsalbe. Geh mal in die Apotheke und verlange Stichtsalbe. Du wirst auf Unverständnis stoßen, kriegst vielleicht Hausverbot. Darum ist es wohl besser, dass auch bei uns die Sticht lieber wieder Haut heißt.

(Ich glaub grad, mein Temperament brennt durch. Die Eisentherapie bringt meine Lebensgeister langsam zurück... Kaum auszudenken, wie ich war, als ich noch völlig gesund war. Das muss ja kaum auszuhalten gewesen sein mit mir. Ich hab mich auch grad beim Pfleger erkundigt. In meinem Kaffee war heute auch nichts anderes als sonst. Das gesamte Wochenende verlief relativ drogenfrei. )

Wie komme ich überhaupt auf das Thema? Nicht nur wegen der Überschrift. Ich hab recherchiert. Eigentlich hab ich nach Knochen und Muskeln gesucht, bin dann aber auf Haut gestoßen. Hochinteressantes Thema! Mich fasziniert immer die Größe und gleichzeitig das äußerst Filigrane der Natur. Eine Fläche von zwei Quadratmetern, Gewicht 3,5 Kilogramm. Jede Minute verliert man ca. 40.000 Hautzellen. Genauso viele werden neu gebildet. Bei einem 80-jährigen Menschen erneuert sich so die Haut im Laufe des Lebens ca. 800 mal und er verliert davon insgesamt fast drei Tonnen. Würden sich nicht so viele Hautzellen neu bilden, wäre mit einem Schlag das Übergewichtsproblem ganz soft gelöst... Drei Tonnen abnehmen! Träumt davon nicht jede Frau...?

Aber eigentlich wollte ich ja über Knochen und Muskeln schreiben. Warum? 

Das muss ich am Mittwoch erzählen

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