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Tag fünf

(33 x gelesen) im
Nov 06 2018

Montag, 29.10.  5. Tag

 

Das Taxi war pünktlich! Wow!

In der Klinik (das mit dem Synonym machen wir später) wartet Daisy schon auf mich. Treue Seele. Sie ist immer schon da, wenn ich komme. Kurze Begrüßung mit heimlichen Augenzwinkern und ich meine, sie hat zurück gezwinkert...

Es dauert noch, bis wir verbunden werden. Es sind ja noch andere Patienten da... Wieder findet die Nadel ihren Weg bis ins Blut. Immer noch sind genug Nerven vorhanden, das schmerzhaft zu registrieren. Die Schwester meint heute, bald arbeiten wir mit zwei Nadeln. Aber sie möchte mir den Montag nicht versauen, falls das nicht gleich so funktioniert. 

Daisy kümmert sich liebevoll um mich. Ganz genau kontrolliert sie meine Werte. Und sobald etwas nur ein klein wenig daneben ist, meldet sie es. Da ist sie ganz kleinlich. 

Was sagt ihr Display?

UF-ZIEL: 500, 500ml Wasser werden in den 4 Std entfernt. 

UF-RATE: 118, 118ml davon jede Stunde

UF-MENGE: 61, 61ml sind schon weg

BLUTFLUSS: 200ml, soviel verarbeitet Daisy pro Minute

Blutdruck: 152/86 (ich bring das auch besser!)

ART: Arteriendruck im Schlauch rot (Abgabe) -160 mmHg

VEN: Venendruck im Schlauch blau (Rückgabe) 185 mmHg

Und noch eine digitale Uhr in Form eines runden Diagramms, die die Gesamtdauer und die bereits abgelaufene Zeit anzeigt. 

Manchmal wechselt das Display und zeigt ein anderes Gesicht, wie man es von Frauen eben gewohnt ist. Aber Daisy macht das nicht aus einer Laune heraus, sondern um mir bzw dem Personal noch weitere Werte von mir anzuzeigen. Keine Laune sondern liebevolle Fürsorge. 

Inzwischen ist das Frühstück da. Heute wollte ich Schnitzelbrötchen. Hatten sie nicht. Also wieder Philadelphia und Fleischkäse.  Bon Appetit!

Die Zeit vergeht, mit Musik (heute: bayrische Folklore), Ruhen und YouTube (Koch- und Haushalttipps). Vier Stunden sind kein Problem...

Noch 8 Minuten, dann ist Daisy zufrieden und entlässt mich wieder in die Selbstständigkeit. Alle Werte sind im grünen Bereich, sie hat ihre Sache gut gemacht. Ich denke, wir beide sind zufrieden. 

Wenn mich die Schwester noch abnabelt und ich den üblichen Weg gehen kann, bin ich fertig für heute. 

Dann sehen wir uns übermorgen wieder. Also, bis dann.

 

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