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Dez 26 2018

Mittwoch, 26.12.

 

Es ist 07:00 Uhr. Ich stehe an der Haustür und genieße die frische, kühle Luft. Die Stadt ist menschenleer. Nur zwei Autos kommen heute vorbei. Oben, am anderen Ende von Marktplatz hat der Bäcker schon geöffnet, aber selbst da ist jetzt noch nichts los. Das Taxi kommt pünktlich. Auf den 15 km bis Lich haben wir ein Fahrzeug vor uns, eins hinter uns und ganze fünf kommen uns entgegen. Nur hier und da ist ein Fenster der Häuser beleuchtet. Die Welt ist im Weihnachtsschlaf...

Selbst in der Klinik sind viele Fenster dunkel. Aber drin, in der Abteilung „Dialyse“ ist alles wie immer. Jeder ist schon an seinem Platz, ich bin wie immer der Letzte, setz mich, muss nicht lange warten, werde mit Daisy verbunden und hab nun vier Stunden Zeit zum Kuscheln, Ruhen, Schreiben und „zweiten Weihnachtstag genießen“.

 

Im Fernsehen läuft grad ne Sendung über LKW´s im Schneechaos. Das erinnert mich an alte Zeiten. Ich bin heute noch so dankbar, dass damals nie etwas ernsthaftes passiert ist. Immer kam ich irgendwie durch und weiter, wenn auch oft an der Grenze des Möglichen. Gesehen hab ich allerdings genug. Und manches davon hat mir Gänsehaut gemacht...

Damals ist vorbei. Jetzt habe ich einen angenehmeren Arbeitsplatz. Warm, trocken, ruhig, leise, 20 m Arbeitsweg vom Bett über die Küche zum Büro. In Hausschuhen. Und ohne jeglichen Ärger mit korrupten Zollbeamten oder der Polizei. Ich werde jetzt sogar drei mal pro Woche mit dem Taxi zu meiner Außenstelle gefahren. So wie heute.

 

Genießen wir die Zeit...

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