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Dez 10 2018

Montag, 10.12.

 

Bewegtes Wochenende. Besuch, gutes Essen - als Hobbykoch hab ich Rouladen kreiert,  nette Gespräche, nettes Zusammensein.

Aber die letzte Nacht....

Sodbrennen vom Feinsten, Durchfall, kaum ein Auge zugemacht, geschweige denn alle beide.

Toll, dachte ich, und morgen hängst du 4 Std. an Daisy und kannst nicht aufs Klo... Und geärgert hab ich mich, dass ich wohl zu viel durcheinander gegessen habe. (Die Rouladen waren nicht Schuld, die waren zu gut.)

Heut morgen hatte sich das alles beruhig, nach Tabletten und Natron-Eigentherapie in der Nacht. In der Klinik kam dann die Auflösung: Ich bin nicht der einzige hier mit diesen Problemen. Böse Magen-Darm-Monster gehen um, treiben ihr Unwesen und stürzen sich auf hilflose und sorglose Bürger. Na, denen werd ich aber auf die Finger klopfen!

 

Es gibt auch positives zu berichten.

Kalium 4,6, Hämoglobin 10,7, Zucker 102,

Am Zucker werde ich arbeiten. War ein süßes Wochenende...

Dass der Kaliumwert sinkt, schreibe ich meiner konsequenten Ernährung zu.

Und das Hämo. Keine Eiseninfussion mehr und doch verbessert. Liegt auch an der Ernährung. Behaupte ich. Eisenhaltige Lebensmittel. Leber und Blutwurst sind dabei die Favoriten. Davon braucht man täglich nicht viel, insgesamt 80 bis 100 Gramm, um 15 mg Eisen aufzunehmen, so dass der Körper davon 5 mg bunkern kann. Mehr schafft er nicht. Also ist es sinnlos, viel davon zu spachteln. Es geht unverbraucht seinen gewohnten Gang. Schade drum.

 

Was ich durchaus nicht schade finde, aber genug Anstoß gibt, gründlich darüber nachzudenken ist Folgendes:

Ich habe meinen Schwerbeschädigten-Ausweis bekommen. GdB 100, bedeutet: Grad der Behinderung 100%.

Das weckt gemischte Gefühle. Zum einen: endlich! Zum anderen: aha, nun ist es amtlich, du bist behindert. 

Eine meiner Töchter meinte spontan: „Dad, nun bekommt der Ausdruck, du bist ja behindert, eine völlig neue Bedeutung. Grins“ Kein Problem zwischen uns beiden. Wir lieben und verstehen uns und haben viel Spaß miteinander.

Auch hier gilt das Prinzip: Seh es negativ, dann hast du ne Menge Probleme damit. Oder seh es positiv, dann kommst du prima zurecht damit. Wofür ich mich entschieden hab, brauch ich ja nicht extra erklären.

Ja, ich bin behindert, ja, ich kann nie mehr so leben wie früher, ja, ich muss mit Einschränkungen zurecht kommen. Mit oder ohne Ausweis.

Aber auch ja, ich hab ne Menge Vorteile damit. Diese Woche hab ich einen Termin bei der VdK. Dort wird geklärt, dass mir meine reguläre Altersrente nicht erst im November 2019 zusteht, sondern bereits jetzt. Also werde ich dort beantragen, dass mir meine Rente mindestens sofort ausgezahlt wird. Ohne Abzüge von 3% monatlich, die fällig wären bei vorzeitiger Rentenauszahlung. Und auf die Rente freu ich mich schon lange. Jetzt muss ich nicht mehr bis nächsten November warten. Rente. Regelmäßige Absicherung. Noch mehr Gelassenheit und Stressfreiheit.Jeah!

Ein weiterer Vorteil: bei verschiedenen Eintritten und der BahnCard gibt es Ermäßigungen, Wohnraumbedarf wird neu geregelt, höhere Pauschbeträge werden angesetzt, Steuervorteile. Zum Beispiel.

Was hindert mich also daran, es positiv zu sehen?

Sogar die Sonne kommt jetzt draußen durch. Nach einem ziemlich verregneten Wochenende.

 

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