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Dez 03 2018

Montag, 03.12. Beginn 7. Woche

 

UF-Ziel: 500

Gesunde Nieren haben neben vielem anderen die Aufgabe, die anfallenden Giftstoffe, sogenannte urinpflichtige Stoffe zu sammeln und der Blase zu übergeben, die diese dann nach draußen befördert. Ähnlich der Kripo, die auch zwielichtiges Gesindel festnimmt und dem Haftrichter überstellt. Auch das überschüssige Wasser, das sich durch die Trinkmenge angesammelt hat und nicht gebraucht wird, entsorgt die Niere dabei.

Kranke Nieren haben mit beidem Probleme. Da kommt dann Daisy ins Spiel. Sie übernimmt die Kripo-Rolle und überwacht auch den Wasserhaushalt.

UF-Ziel: 500 bedeutet beim Wasserentzug Folgendes: Meine Nieren haben fast keine Kripo-Funktion mehr, die Giftstoffe haben sich immer mehr angesammelt bis zum kritischen Bereich. (Es ist wie im richtigen Leben: Arbeitet die Polizei nicht ordentlich oder ist zu wenig Personal da, steigt die Kriminalitätsrate. Dann muss Interpool her...)

Mit dem Wasser das schafft sie noch. Richtig gut. Abgemessene Trinkmenge 2,25 Liter, abgegebene Urinmenge 2,00 Liter. Tagesmenge. Ca. 0,25 Liter scheidet der Körper durch Schwitzen und Atmen aus.

Trotzdem haben sie Daisy eingeredet, dass sie mir jedesmal 500 ml Wasser aus dem Blut entfernt. Warum? Da müsste ich ja langsam austrocknen? Knapp daneben geraten. Beim Start mit Daisy sind die Schläuche mit Flüssigkeit gefüllt. Luft wäre tötlich. Diese Flüssigkeit läuft erst mal in meine Blutbahn, das Blut wird dadurch verdünnt. Mit 500 ml. Und genau diese Menge nimmt Daisy dann wieder raus. Clevere Sache. Ich liebe Daisy immer mehr. Gutes Mädchen.

 

Heute wollte ich über Bombenentschärfung bei Träumen schreiben. Wie ist es möglich, seine Träume zu verwirklichen und dabei die Dialyse nicht als Hemmnis zu betrachten?

Punkt eins, als wichtigster Grundbaustein: Sieh es positiv. Dir geht es besser, als du denkst und du hast fast ungeahnte Möglichkeiten.

Punkt zwei: Sei bereit, dich ein klein wenig einzuschränken.

Ich muss ja nicht unbedingt bis hinter Bukarest fahren. Aber bis Aisterheim oder Strengberg kann ich kommen. Vielleicht sogar kurz mal bis Nickelsdorf/Hegyeshalom, A/HU. Wie geht das? Mit Urlaubs-Dialyse. Landesweit, in Deutschland und auch in Österreich, gibt es Dialysezentren, die dafür ausgelegt sind, Gastdialyse anzubieten. Wichtig: Etwa 6 Wochen vorher muss ich mit meinem Arzt und dem jeweiligen Zentrum am Urlaubsort die Termine für die Dialysezeiten vereinbaren. An die muss ich mich genauso halten wie an die mit Daisy hier. Kein Unterschied. Fast keiner. Am Urlaubsort muss ich nur selber schauen, wie ich ins Zentrum komme.

Bedeutet in meinem Fall?: Ich kümmer mich rechtzeitig um Termine in Wels und eventuell in Wien. Danach richte ich mich mit meinem Fahrplan. Und alles ist in Ordnung und dem Traum steht nichts mehr im Weg.

Mit Rumänien sieht das dann schon anders aus. Ich kenne Krankenhäuser von dort und auch von Serbien (wo ich auch öfters war). Zum Glück nur als Besucher, nicht als Patient. Patient möchte ich dort um keinen Preis der Welt sein... Deshalb nur bis zur ungarischen Grenze. Aber auch bis dorthin gibt es genug Erinnerungen. Mit Einbrüchen nachts in meine Fahrerkabine, mit Pannen auf dem Standstreifen, mit Diebstahl von Reserverad und Tankdeckeln, aber auch mit Knoblauchsteaks in der Cárdas, herrlichen Landschaften, netten Begegnungen mit der Polizei und viele andere.

 Bleibt nur noch die Frage nach dem Wann. Nächstes Frühjahr vielleicht? Wir werden sehen...

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