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Mittwoch, 28.11.

 

Heute war wieder S-Klasse-Sonderausstattungs-Tag. Könnte man sich direkt dran gewöhnen.

Nur an das üble Jucken kann und will ich mich nicht gewöhnen. Das nervt. Besonders nachts. Da ist es am Schlimmsten. Eine Lebensmittel-Allergie? Die kann ich fast ausschließen. Hab meine Ernährung nicht verändert, nichts anderes gegessen und getrunken als vorher. Meine ich jedenfalls. Bleibt noch das „Eisen-Doping“ am letzten Freitag. Ich werde es beobachten müssen. Mal sehen, ob der Arzt eine Lösung hat.

 

Hier liegen und mit Daisy verbunden sein. Drei mal pro Woche. Nun schon seit fünf Wochen und zwei Tagen. Und wie lange noch? Ich hatte mir mal vorgenommen, 120 Jahre alt zu werden. Klar, ist ein hohes Ziel. Aber wer nur bis zur Decke denkt, bekommt kleine Ergebnisse auf dem Tisch. Wer dagegen bis zum Mond denkt, reicht sicher über die Decke hinaus. Ich bin jetzt fast 65. Bleiben mir - theoretisch - noch 55 Jahre. Manchmal bezweifle ich allerdings, dass ich die goldenen 66, da wo das Leben erst richtig anfängt, erreichen werde... Aber nur manchmal.

Noch so viele Jahre mit Dialyse? Wenn sich meine futuristische Prognose für 2035 nicht bewahrheitet, heißt das also auch dann noch immer Nadeln, Stiche, Aua, Kreislaufbelastung, Einschränkungen und so weiter. Schafft man das?

Ich bin gestern auf eine Seite gestoßen, auf der ein Mann davon berichtet, wie er als Kind zum ersten mal an die Dialyse musste und seitdem nun schon über 40 Jahre die Maschine als täglichen Begleiter neben sich hat. Viele Jahre davon zu Hause. Und er führt ein ganz normales Leben, geht arbeiten, hat Frau und Kinder und kommt mit allen Einschränkungen wunderbar zurecht. Eine der Hauptvoraussetzungen dafür ist seiner Meinung nach eine grundsätzlich positive Einstellung zu seiner Situation, Leben mit Dialyse.

Ich denke, da bin auch ich auf dem richtigen Weg. Positiv ist ausnahmslos besser und vorteilhafter als negativ. Das beginnt ja schon beim Bankkonto und zieht sich durch alle Lebensbereiche.

Auch wenn das nicht immer einfach ist. Ein Beispiel: Die Nadeln haben einen Durchmesser von 1,6mm (eine normale Spritze hat 0,25 bis 0,75mm). Nimm dein Lineal oder Bandmaß und guck dir diesen Wert an. Stell dir vor, du bekommst drei mal pro Woche diese Monster in den Arm geschoben, auf unabsehbare Zeit und nicht immer im S-Klasse-Format. Und dann denk positiv...

 

Schönen Tag noch.

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