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Nov 16 2018

Freitag, 16.11.

 

Wie sagte der Arzt mal zu mir? Außen hart, innen zart.

Der Shunt ist noch sehr zart ausgebildet, die Venenwand noch nicht stark genug. Dazu war ich letzte Woche so blöd und hab mich unbedacht bewegt. Ergebnis eins?: Picasso-Arm. Ergebnis zwei?: nur eine Nadel.

Ergebnis drei kam dann heute: Beim Versuch, die zweite Nadel zu setzen, ist die Vene kurzerhand geplatzt. Dumm gelaufen. Neues Hämatom, neuer Picasso, Kühlakku. Was ich der Schwester beim Stechen geraten hab, Augen zu und durch, muss ich nun selber machen...

Außen hart, innen zart.  Eine der vielen „Kleinigkeiten“ eines Dialyse-Patienten...

Aber egal, das Leben besteht ja nicht nur aus geplatzten Venen. Es gibt zu Beispiel Käsebrötchen zum Frühstück. Ich hab kostenloses WLAN, genügend Zeit zum Schreiben, Arbeiten, Ruhen, Film schauen, ein bequemes Bett. Also nehmen wir das alles gelassen und machen einfach weiter.

 

Zum Beispiel mit der Eisentherapie. Jeder Leistungssportler würde neidisch sein auf das, was ich da bekomme. Das Präparat verwaltet Daisy für mich und setzt es langsam meinem Blut zu, bevor sie es mir zurück gibt. Das Ergebnis nach einigen solcher Zugaben sollte nach einiger Zeit eine spürbare Verbesserung meines Allgemeinbefindens sein. Mehr Ausdauer, weniger Müdigkeit sind meine Favoriten.

Um den Prozess zusammenzufassen: Durch das Eisen werden unter anderem mehr rote Blutkörperchen gebildet, die dann wiederum mehr Sauerstoff in die Zellen transportieren können, die dann wiederum mehr und ausdauernder arbeiten können und die dann wiederum dem Körper mehr Power geben. Kettenreaktion. Wie bei der Nadel heut morgen. Nur positiv. Und das wollen wir doch: positiv denken...

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